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DIE 15 REGELN DES TRADINGS



Die 15 Regeln des Tradings



Erfolgreiches Trading hat wenig mit Glück zu tun. Weit wichtiger sind Erfahrung, die richtige Technik und ein konsequentes Konzept. Die folgenden 15 Regeln liefern dazu das ideale Gerüst.



Gute Technologien und fundiertes Wirtschaftswissen können an den Märkten helfen. Doch mindestens ebenso wichtig ist es, die eigenen Emotionen zu kontrollieren. Denn viele Einsteiger neigen dazu, sich von Gefühlen leiten zu lassen. Wer seine Emotionen beiseite lässt und sich nach den folgenden Regeln richtet, kann beim Trading besser durchstarten.


1. Handeln nach Plan


Schon vor der ersten Order sollten sich Trader Ziele setzen. Dazu zählt, die anvisierten Gewinne zu bestimmen und alle möglichen positiven und negativen Ausgänge zu definieren. Um nicht in den roten Zahlen zu laden, muss eine Strategie her. Dazu muss der Trader festlegen, wie viel Kapital er höchstens zu verlieren bereit ist. Ist er in einem Trade investiert und der Kurs erreicht diesen Punkt, muss der Trader die Reißleine ziehen. Denn es hat keinen Zweck, an einem Verlust-Trade festzuhalten in der Hoffnung, dass der Kurs sich noch fängt. Einsteigern kann ein Trading-Plan helfen, in dem Kursziele und maximal akzeptierte Verluste notiert sind. Dieses systematische Vorgehen führt eher zum Erfolg als ein emotional getriebenes Kauf- und Verkaufsverhalten.


2. Trades wählen


Um den richtigen Trade zu finden, kann eine festgelegte Methode helfen. Je nach Zeitraum und Risikotoleranz kann aber unterschiedliches Vorgehen nötig sein. Daher sollte jeder Trader ein eigenes Konzept entwickeln und befolgen. Am einfachsten ist es, wenn der Trade auf Preisbewegungen basiert und dem herrschenden Trend folgt. Es nutzt nichts, darüber nachzudenken, was die Zukunft bringen wird und seine Trades danach auszurichten. Denn gerade für Einsteiger ist es meist am einfachsten, die momentane Trendrichtung zu handeln.


3. Chart prüfen


Kauf- und Verkaufsentscheidungen sind technischer Natur. Entscheidend sind nicht die Fundamentaldaten einer Aktie, sondern ihre Kursbewegung. Nachrichten über den Basiswert etwa liefern selten gute Informationen dazu, wann ein Trade sinnvoll ist. Bessere Hinweise auf einen guten Zeitpunkt zum Kaufen oder Verkaufen bietet der Chart selbst. Vor dem Einstieg ist es daher entscheidend, die Entwicklung genau unter die Lupe zu nehmen, den Kurstrend und die aktuelle Lage im Trend zu bestimmten. .


4. Dem Trend folgen


Die Erfolgschance ist größer, wenn der Trader in Richtung eines Trends handelt. Statistisch gesehen hat ein solcher Trade ein höheres Profitpotenzial im Verhältnis zum eingegangenen Risiko. Zur Orientierung hat sich ein 50-Tage-Gleitender-Durchschnitt bewährt. Dieser Durchschnitt stellt den mittelfristigen Trend der Aktie auf diesem Zeithorizont dar. Ein 12-Tage-Durchschnitt zeigt den kurzfristigen Trend und ein 200-Tage-Durchschnitt den langfristigen. Mit diesen Durchschnittslinien lässt sich der Trend erkennen und handeln. Wenn sich der Trend ändert, muss der Trader entsprechend handeln: Je nachdem, wie sich der Kurs entwickelt, muss der Trader verkaufen oder Stopps setzen, um Kapital und Gewinne zu sichern.


6. Entscheidung vertrauen


Kein Trader ist sich bei jeder Kauf- oder Verkaufsentscheidung vollkommen sicher. Doch wer sich bei einem Setup gänzlich unsicher ist, sollte diesen Trade nicht machen, selbst wenn keine Handelsregeln gebrochen wurden. Zu oft versuchen Trader, ihre Entscheidungen zu rationalisieren. Dabei hilft es nicht, einen guten Grund für eine schlecht Entscheidung zu suchen. Denn ein schlechter Trade bleibt ein schlechter Trade. Daher muss ein Trader seiner Entscheidung vertrauen können, andererseits aber auch das Selbstvertrauen entwickeln, gute Setups auch tatsächlich zu traden.


7. Keine heißen Tipps


Heiße Tipps sind oft nicht mehr als heiße Luft. Trotzdem gehen immer wieder Investoren und Trader vermeintlichen wasserfesten Empfehlungen auf den Leim. Doch egal wie gut sich eine Geschichte auch anhört: Sie muss genau durchleuchtet und hinterfragt werden. Die technische Analyse hilft auch in solchen Fällen, um Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu treffen. Das Mittel der Wahl für einen Trade sollte ein selbst kontrolliertes Setup bleiben.


8. Nicht verbilligen


Wenn der Einstiegszeitpunkt falsch war oder sich der Kurs anders als erwartet entwickelt, hilft nur eins: Die Position glattstellen. Wer aber versucht, über Nachkäufe den Einstiegspreis zu verbilligen, macht das Problem damit meist noch schlimmer. Denn sehr wahrscheinlich steigen so nur die Verluste.


9. Verlieren gehört dazu


Viele Menschen konzentrieren sich nur auf Gewinne, wenn sie ihre Börsenkarriere starten. Dabei sind Verluste ein fester Teil des Trading-Geschäftes und gehören zum Trading genauso wie Gewinne. Natürlich ist es besser, sein Geld nicht blind einem Risiko auszusetzen. Doch wer langfristig Gewinne machen möchte, muss auch das Verlieren lernen. Der Umgang mit Verlusten unterscheidet Amateure von professionellen Tradern. Wenn ein professioneller Trader verliert, geht er unbeeindruckt zum nächsten Trade über. Diese Trader nehmen Verluste nicht persönlich.


10. Immer Stopps setzen


Stopps sichern Gewinne und begrenzen Verluste. Bei jedem Trade sollte ein Stopp gesetzt werden für den Fall, dass er sich anders entwickelt, als erwartet. Läuft der Trade in den Gewinn, können die Stopps nachgezogen werden, um den Gewinn zu sichern. Dennnoch nutzen viele Trader keinen Stopp, aus Angst, tatsächlich ausgestoppt zu werden. Doch wer sich gegen Risiko-Management und Stopps entscheidet, setzt das Kapital im Prinzip einem unbegrenztem Risiko aus. Das unterwandert die Logik einer vernünftigen Strategie. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein psychologisches Problem: Wer Stopps nutzt, muss zugeben, falsch gelegen zu haben oder bei einem Trade verloren zu haben.


11. Zeit nehmen


Trading braucht Zeit. Diese Regel mag trivial klingen, ist aber von höchster Bedeutung. Wenn ein Trader das für ihn perfekte Setup entdeckt, sollte er sich alle Parameter noch einmal genau anschauen, bevor er den Trade macht. Gerade im Positions-Trading gibt es genug Zeit, um alles zu prüfen und vorzubereiten. Der schnellste Trader ist nicht unbedingt der beste, und kurzfristiges Intraday-Trading ist nicht immer die erfolgreichste Strategie. Es gibt hervorragende Positions-Trader, die ihre offenen Positionen nur einmal in der Woche prüfen. Diese Trader sind deshalb erfolgreich, weil sie sich die Zeit nehmen, ihren Trading-Stil erfolgreich zu machen.


12. In Geduld üben


Geld zu verdienen braucht Geduld. Wer etwas erzwingen will, gerät nur in Schwierigkeiten. Ein Trade sollte nur dann durchgeführt werden, wenn der Markt, der Sektor und die Aktien darin übereinstimmend einen Trend zeigen. Denn der Markt ist unabhängig und wird sich nicht in eine Richtung bewegen, nur weil ein Trader das von ihm will. Es ist besser, sich in Geduld zu üben, nach hohen Wahrscheinlichkeiten zu suchen und nur diese Trades umzusetzen, also unbedingt traden zu wollen.


13. Aus Fehlern lernen


Erfolgreiche Trader und Investoren lernen aus ihren Fehlern. Sie schreiben auf, was falsch lief und analysieren die Probleme. Da Fehler bares Geld kosten können, sollte kein Fehler zweimal begangen werden. Doch viele Menschen machen die gleichen Fehler immer wieder. Grund sind meist emotionale Reaktionen auf Preisbewegungen. Eine gut durchdachte Strategie hilft, aus Fehlern zu lernen und das Vorgehen anzupassen.


14. Handel auf fallende Kurse


Die Märkte bewegen sich nicht ständig nach oben. Das bedeutet aber nicht, dass bei fallenden Kursen kein Geld verdient werden kann – im Gegenteil. Einer der besten Trading-Grundsätze besagt, dass man dem Trend folgen soll. Daher gibt es auch bei fallenden Kursen gute Gelegenheiten, um Geld zu verdienen. Doch die größten Hindernisse können Angst, Ignoranz und mangelnde Aufklärung über die vorhandenen Instrumente sein. Dabei lässt sich bei fallenden Kursen viel schneller Geld verdienen als bei steigenden Kursen. Denn im Schnitt fallen Mäkte deutlich schneller, als sie steigen.


15. Regeln befolgen


Wie Regel 13 sagt, machen viele Menschen die gleichen Fehler immer wieder. Wer diesen 15 Trading-Regeln folgt, sollten jedoch die häufigsten Fehler vermeiden können. Allerdings gibt es keine absolute Erfolgsgarantie. Denn an den Märkten werden Zukunftserwartungen gehandelt und damit immer auch Wahrscheinlichkeiten, niemals aber nur Fakten. Eine solide Ausbildung und eine vernünftige emotionale Kontrolle bringen wesentliche Vorteile. Neben diesen 15 Regeln sollten Trader aber auch eigene Ideen entwickeln und die durchgeführten Trades analysieren.


Quelle: X-press Trading Q1, 2011 (mit freundlicher Genehmigung von db-Xmarkets)


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